Die übliche Gebäudeinstalltion ist lediglich auf die Verteilung und das Schalten der elektrischen Energie ausgerichtet.
Die Anforderungen der modernen Gebäudeinstallation haben sich hinsichtlich
* Komfort
* Möglichkeiten flexibler Raumnutzung,
* zentraler und dezentraler Steuerung,
* Sicherheit,
* intelligenter Verknüpfung von Systemen verschiedener Gewerke,
* Kommunikationsmöglichkeiten,
* Umweltverträglichkeiten sowie
* Energie- und Betriebskostenminimierung
geändert und erweitert. [1]
Damit werden auch die Elektroinstallationen komplexer und die betriebstechnischen Anlagen umfangreicher.
Die Folge ist ein Anstieg der Komplexität und Verminderung der Wartbar- und Änderbarkeit eines solchen Systems. Mit der herkömmlichen Elektroinstallation können die hohen Anforderungen an ein zeitgerechten, minimalen Planungs- und Installationsaufwand nicht bewältigt werden.
Eine Lösung ist das Installationsbus-System EIB mit dem eingetragenen Warenzeichen (EIB) der EIBA s.c., Brüssel (European Instalation Bus Associiation). Ein Zusammenschluß von führenden europäischen Unternehmen, die das Ziel verfolgen EIB als gemeinsamen Industriestandard am Markt durchzusetzen.
Die Datenübertragung des EIB kann über verschiedene Medien stattfinden.
Zur Datenübertragung sollte in Neubauten ein Adernpaar eingesetzt werden, durch das das separate Steuernetz (Bus) ein Höchstmaß an Funktionssicherheit gewährleistet.
Soll der EIB in Altbauten eingesetzt und in das bestehende 230/400V-Versorgungsnetz integriert werden, besteht die Möglichkeit der Datenübertragung über das Versorgungsnetz (Powerline).
Eine Übertragung über Funk ist ebenfalls in absehbarer Zeit angedacht.
Die Projektierung einer EIB-Gebäudeinstallation unterscheidet sich zunächst nur in dem Punkt, daß Softwarewerkzeuge eingesetzt werden, um die EIB-Geräte zu programmieren und damit die Funktionalitäten zu realisieren.
Die dafür zu verwendete EIB-Tool-Software (ETS) stellt dem Elektroplaner und Installateur ein effektives Projektierungs-, Inbetriebnahme-, und Diagnosewerk-zeug zur Verfügung.
Somit stellt der EIB eine zukunftssichere und flexible Möglichkeit für den Installationsbereich dar.
Aufzählung aus [HGT97] Seite 1