Bei dem Aufbau eines neuen Netzwerkes sollten nur Adressen der Klassen A bis C vergeben werden. Weiter unten werden Beispiele für Adressen der verschieden Klassen gezeigt (fettgedruckt=Netzwerk-ID). Die Vergabe der Netz- und Host-ID sollte immer vom Administrator mit der höchsten Priorität erfolgen. Wird ein Host in ein bestehendes Netzwerk integriert, so muß die Host-ID ebenfalls vom zuständigen Administrator vergeben werden, um eine mögliche Überschneidung der Host-IDs zu vermeiden.
Beispiele für die Klassen A bis C:
Klasse A: 10.0.0.32(10) = 00001010.00000000.00000000.00010000(2)
Klasse B: 128.14.58.60(10) = 10000000.00001110.00111010.00111100(2)
Klasse C: 192.9.150.202(10) = 11000000.00001001.10010110.11001010(2)
Bei der Planung eines neues Netzwerkes sollte der Anschluß an das Internet berücksichtigt werden und dementsprechenden eine IP-Vergabe stattfinden, um spätere Kollisionen zu verhindern, da eine spätere Änderung bei großen Netzwerken mit hohen Kosten verbunden ist.
Ist ein Internetzugang oder der Zugang zu einem anderen Netz nicht geplant, was heute eher unwahrscheinlich ist, kann jede der drei Klassen A bis C verwendet werden, ohne Absprache mit Dritten. Man sollte sich aber auf jeden Fall klar machen, daß es bei einem Netz der Klasse C nur 255 mögliche Adressen gibt, während bei einem Netz der Klasse A bis zu 16 Millionen Adressen zu vergeben sind.
Sonderfälle:
* die Adresse 0.0.0.0 und 255.255.255.255 sind für Broadcast und andere Zwecke reserviert ,
* die Netzwerk-ID 127 ist für interne Loopbacks reserviert,
* ebenso sind die Host-IDs 0 oder 255 für System-Funktionen reserviert.[6]
Vgl. [TON95], S. 44.