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2.2.9 Portnummern

Die Adressierung auf Transportebene findet über sogenannte Portnummern (Kanalnummern) statt. Die Portnummern dürfen 16 Bit groß sein und bieten somit einen Adressierungsbereich von 65535.

UDP benutzt das gleiche Adressierungsverfahren, aber in einem anderen Adreßraum. Daher dürfen Anwendungen die TCP benutzen, die gleiche Portnummer verwenden, wie Anwendungen die UDP benutzen. Der Gültigkeitsbereich einer Portnummer ist auf einen Host beschränkt.

Vollständige Beschreibung eines Kommunikationsendpunktes in Analogie mit einer Telefonanlage:

Internetsocket Telefon

Netzwerk-Nummer Ortsvorwahl

Host-ID Telefonnummer

Portnummer Nebenstelle

Beim Verbindungsaufbau über TCP gibt es einen passiven und einen aktiven Partner, den Angerufenen und den Anrufer. Zur Initiierung eines Kommunikations-vorganges muß auf beiden Seiten ein Kommunikationsendpunkt eröffnet werden, deren Adressen in den Protokollköpfen der einzelnen Schichten verwendet werden. Eine Voraussetzung zum Verbindungsaufbau ist das Bekanntsein der Adresse des passiven Partners auf Seiten des Anrufers. Der passive Partner auch Server genannt (man könnte ihn mehr Portlauscher nennen!), wartet auf die Initiative eines Anrufers, auch Client genannt, um aufgrund einer Anfrage eine Verbindung aufzubauen. Ist keine Portnummer vom Server für den Client vorgeschrieben, ist dessen Portnummer irrelevant. Allerdings sollten Server, die das gleiche Protokoll benutzen und sich auf einem Host befinden unterschiedliche Portnummer haben, da sie sonst in Konflikt geraten.


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