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3.1 Grobentwurf des Fernüberwachungsssystems

Die folgenden Anforderungen werden an das zu erstellende Fernüberwachungssystem gestellt.

* Die Kommunikation zwischen Gebäudeautomationssystem und Netzwerk soll ermöglicht werden.

* Das Schalten von Verbrauchern.

* Das Protokollieren von Verbraucherzuständen.

* Die Anzeige der Zustände durch ein plattformunabhängiges System, unter Verwendung von Inter/Intranet-Technologien.

Kritische Punkte, auf die vom Auftraggeber besonderen Wert gelegt werden:

* Unbedingte Plattformunabhängigkeit des Anzeigesystems.

* Die Durchgängigkeit der Kommunikationstrecke zwischen EDV-System und Gebäudeautomationssystem.

Um eine möglichst durchgängige Kommunikation zwischen LAN und EIB zu erreichen, soll bis hin zur Protokollumsetzung nach EIB eine IP-Kommunikation eingehalten werden. Der Konvertierungsaufwand soll alleine beim Protokollumwandler liegen. Ab dem Protokollumwandler werden die Daten über IP-Pakete im TCP/IP-Netzwerk versendet. Dieser durchgängige Transport der Daten in IP-Paketen erlaubt dann eine problemlosere LAN/WAN-Kopplung des Systems.

Die Daten sollen dann Interpretiert und zur Anzeige gebracht werden. Eine erhöhte Plattformunabhängigkeit der Anzeige wird durch die Nutzung der CGI-Schnittstelle der Internet-Browser gewährleistet, was zur Folge hat, daß jeder Internet-Browser, und sei er auch noch so eingeschränkt, die Daten der Kommunikation zwischen LAN und EIB anzeigen kann.

Um eine Kommunikation mit einem Browser über dessen CGI-Schnittstell zu ermöglichen, wird die Verarbeitungslogik auf einem WWW-Server in Form eines Binärprogramms hinterlegt, das die CGI-Schnittstelle als Ausgabe benutzt. Durch dieses Programm wird die dynamische Generierung der Anzeige, die Kommunikation mit dem Potokollumwandler und die Protokollierung der Gruppen-Daten des EIB-Systems durchführt.

Voraussetzungen der Firma MIT-H:

Die Firma MIT-H beabsichtigt in Zukunft auf einem Betriebssystem mit dem Code-Namen Rhapsody ein Fernüberwachungssystem anzubieten. Derzeit liegt für dieses, sich im Beta-Zustand befindliche System, keine brauchbare Lösung für die Implementierung von Internetprogrammen vor. Da der Vorgänger Openstep 4.2 eine ausreichende Kompatibilität zum neuen Rhapsody bereitstellt, soll die Realisierung auf der Basis dieses Systems erfolgen.

Des weiteren wurde durch die Firma MIT-H für die Protokollumwandlung der ComClient der Firma Schlaps & Partner gefordert und der Einsatz des EIB für die Realisierung des Gebäudeautomationssystems.

Daraus ergeben sich die folgen Aufgaben:

* Realisierung eines Protokollabstiegs von http über TCP/IP nach EIB.

* Erstellung eines Prototyps der eine Kommunikation über eine WWW-Seite mit einem EIB-System ermöglicht.

* Realisierung einer Datenbankverbindung zu einem relationalen Datenbanksystem.

* Prüfung auf Einsatz einer Middleware-Technologie mit Orientierung an der CORBA-Spezifikation.

Angesichts dieser Anforderungen sind die folgenden Entwürfe entstanden:

1. Entwurf:

Abb. 25: 1. Entwurf (Lan/Wan/EIB-Kopplung).

Der Internetserver des Service-Punktes ist über zwei Router, die über eine ISDN-Leitung verbunden sind, und dem Protokollwandler mit dem Überwachungspunkt, in dem sich das Gebäudesystem befindet, verbunden.

Die Clients aus dem Firmennetz können über die Internet-Browser auf das Fernüberwachungssystem, dessen Anzeige über den WWW-Server erreichbar ist, zugreifen.

Durch diesen Aufbau ist, nach dem Anschluß des Firmennetzes an das Internet, ein weltweiter Zugriff auf das Fernüberwachungssystem ohne weiteres möglich.

Vorteile:

* Beliebig viele Gebäude, die über eine ISDN-Leitung zu erreichen sind, können überwacht werden.

* Schneller Zugriff auf die Überwachungspunkte.

* Einfache Vorort-Installation der Überwachungsschnittstelle.

* Weltweiter Zugriff bei Anschluß an das Internet.

Nachteile:

* Hohe Kosten für Router und Protokollumwandler

* ISDN-Anschluß ist Voraussetzung

2. Entwurf:

Abb. 26: 2. Entwurf (LAN/EIB-Kopplung)

Bei diesem Entwurf ist der Internet-Server direkt über das Firmennetz an den Protokollumwandler und somit mit dem Überwachungspunkt verbunden.

Die Clients greifen auch hier über einen Internet-Browser auf das Fernüberwachungssystem, dessen Anzeige vom WWW-Server erreichbar ist, zu.

Durch diesen Aufbau ist auch hier, nach dem Anschluß des Firmennetzes an das Internet, ein weltweiter Zugriff auf das Fernüberwachungssystem ohne weiteres möglich.

Vorteile:

* Einsparung der Kosten für die Router

* Schneller Zugriff auf den Überwachungspunkt.

Nachteil:

* Nur ein Verbindung zu lokalen Überwachungspunkten möglich.

Die folgenden Abschnitte erklären im Detail, wie und mit welchen Hilfsmitteln diesen Anforderungen nachgekommen werden soll.


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