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3.7.3 Skalierbarkeit

Ein WWW-Server muß eine große Zahl von Client-Anfragen bedienen. Die Zahl der Anfragen kann mehrere tausend pro Minute betragen, was dazu führen kann, daß der Server überlastet wird und somit seine Antwortzeiten stark ansteigen und neue Anfragen nicht mehr beantwortet werden können. Um dem entgegen zu wirken, muß die Serverlast auf mehrere Server, auf unterschiedlichen Maschinen, verteilt werden (Load Balancing).

Einer der konventionellen Ansätze ist das Round Robin-Verfahren für den Domain Name Service (DNS). Der Einsatz einer speziellen Nameserver-Software verteilt die Zugriffe auf host.domain.com auf unterschiedliche IP-Nummern, wodurch ein anfragender Client mit jeweils einem anderen Server verbunden wird. Dieses Verfahren ist allerdings nicht das Optimale, da erst einmal eine spezielle DNS-Software, die diese Verfahren unterstützt, installiert werden muß. Des weiteren dauert es eine Zeit, bis ein neuer Anwendungsserver über die DNS-Hierachie weltweit bekannt ist. Die technische Realisierung einer Internetanwendung wird komplizierter, da zwei Anfragen aus ein und der selben Session auch von zwei unterschiedlichen Servern verarbeitet werden können muß.

Der Ansatz von WebObjects geht davon aus, daß die Hauptlast nicht durch die Behandlung von HTTP-Anfragen ausgeht, sondern durch die Ausführung von Businesslogik, wie z.B. der Zugriff auf Datenbanken und das Erzeugen von dynamischen HTML-Seiten. Daher wird die Behandlung der Businesslogik vom Web-Server getrennt und auf mehrere WebObjects-Server verteilt. Um eine Vergrößerung der Kapazität zu erreichen, müssen lediglich mehr WebObjects-Server in das lokale Netz aufgenommen werden.

Realisiert wird das durch ein kleines Stück Software, das Distributor genannt wird. Der Distributer läuft auf der gleichen Maschine wie der Web-Server und ist für die Verteilung der Anfragen auf die WebObjects-Server verantwortlich. Die Sofware liegt im Quellcode vor und läuft auf vielen Plattformen, darunter sind HP-UX, IRIX, SonOS, Mach, AIX und WindowsNT.

Abb. 32: Skalierung mit WebObjects-Servern und Distributoren


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