Abb. 56: EOF Beziehungsmodell
Die folgenden Punkte dienen zum Verständnis der Symbolik:
* Einfacher Pfeil: Ein einfacher Pfeil stellt eine ToOne-Beziehung dar. Zu jedem Datensatz der Ursprungstabelle existiert genau ein Datensatz in der Zieltabelle.
* Doppelter Pfeil: Ein doppelter Pfeil stellt eine ToMany-Beziehung dar. Zu jedem Datensatz der Ursprungstabelle existieren null, einer oder mehrere Datensätze in der Zieltabelle.
* Unidirektional: Die Beziehungen gelten nur in eine Richtung. Wenn eine bidirektionale Beziehung formuliert werden soll, muß je eine Beziehung von jeder Tabelle formuliert werden.
* Schlüssel-Symbol: Mit dem Schlüssel-Symbol wird der Primärschlüssel der Tabelle gekennzeichnet.
* Schloß-Symbol: Mit diesem Symbol wird eine Kontrolle auf Veränderungen der Attribute veranlaßt, bevor eine Speicherung in die Datenbank vorgenommen wird.
* Quadrat-Symbol: Mit diesem Symbol wird ein Einlesen des Attributes aus der Datenbank in das Objektmodell des Adapters veranlaßt.
Das Datenmodel stellt die Formulierung der Objekt-Schnittstelle zum EOF-Adapter dar. Das Hauptinteresse bestand in der Formulierung einer Objekt-Schnittstelle, die auf einer relationale Datenbasis aufsetzt. Auf die Vermeidung von Redundanzen wurde bei dieser prototypischen Anwendung kein Wert gelegt.
Somit sind die Beziehungen, die die einzelnen Tabellen miteinander verbinden, nicht in erster Linie als relationale Beziehungen zwischen Tabellen zu sehen, sondern als Beziehungen zwischen Objekten die eine Datenbasis abbilden. Die Beziehungen müssen benannt werden und bilden in der Klasse eine Referenz auf eine in Beziehung stehende Klasse. Die Bezeichner stehen am unteren Ende der Tabelle, wie in der Abbildung zu sehen ist.
Somit werden Tabellen unter EOF als Objekte dargestellt, deren Attribute die Attribute der Tabellen darstellen und die Beziehungen die Bindungen zu den anderen Objekten. Den Klassen sind dann Zugriffs- und Manipulationsmethoden für jedes Attribut zugeordnet. Um eine leichtere Handhabung dieser Objektmodelle zu erlangen, bietet EOF einige zusätzliche Klassen, die eine komfortable Manipulation der Daten ermöglichen .[30]
Alle Daten werden in dem oben dargestellten Datenmodel als String-Objekte mit einer Größe von 256 Zeichen gehalten. Daher ist eine nähere Betrachtung der Datentypen nicht relevant. Schlüssel- und Fremdschlüsselbezeichner werden durch ein Anhängen von ID gekennzeichnet.
Zur Architektur ist im Kapitel 3.8.9: "Die Architektur von EOF" mehr zu erfahren.